Karos & Kilts

Karos & Kilts: Kultur in Schottland

„Is there anything worn under the kilt?“ – „No, it is all in perfect working order!“

Karos

Das was man bei uns als typisch schottisches Karomuster kennt, nennt man im Englischen „Tartan“. Ursprünglich waren die Tartans die karierten Wollstoffe der Highlander. Durch die verschiedenen Karomuster und Farben konnte man die Angehörigen der verschiedenen Clans voneinander unterscheiden. Jeder Clan hat sein eigenes Muster, wobei man zwischen dem Hunting Tartan für jeden Tag und dem Dress Tartan für besondere Anlässe, wie z.B. Hochzeiten oder Abendveranstaltungen unterscheidet.

Kilts

Der Kilt (Schottenrock), gälisch Féileadh-beagh, in seiner heutigen Form wurde angeblich erst im 18. Jahrhundert von einem Engländer! erfunden, der für seine schottischen Fabrikarbeiter aus dem voluminösen Plaid (Wolltuch), das um den Körper gewickelt war und mit einem Gürtel zusammengehalten wurde, ein in Falten (kilted) gelegtes Kleidungsstück schneiderte. Heute ist der Kilt vor allem bei festlichen Anlässen ein gern getragenes Kleidungsstück. Aber auch die Jugend hat ihn für sich entdeckt.

Vorne wird der Kilt mit einer Kilt Pin, einer speziellen Nadel, zusammengehalten. Am Gürtel ist der Sporran befestigt. Eine kleine Jagdtasche aus Fell, die früher zum Schutz der männlichen Körperteile diente. Schließlich gehört zur kompletten Ausstattung eines „echten Schotten“ noch der Sgian Dubh, ein kurzer Dolch, der in den langen Wollkniestrümpfen steckt, sowie ein kurzes Jacket aus feinem Wollstoff oder aus Tweed. Eine beliebte Antwort auf die Frage „Is there anything worn under the kilt?“ ist bei den schottischen Männern „No, it is all in perfect working order!“

Clans

Das englische Wort Clan stammt aus dem gälischen clann und heißt übersetzt „Kinder”, „Abkömmlinge”, „Stamm” oder „Familie”. Clan bezeichnete ursprünglich eine Gruppe von Familien die in der gleichen Umgebung leben. Jeder Clan hatte seinen eigenen Tartan.

Dudelsack

Glasgow verfügt über die weltweit einzige Piping University, obwohl der Dudelsack, im englischen Bagpipe genannt, keine schottische Erfindung ist und man Schottland und die Schotten sehr stark mit Dudelsäcken verbindet. Die Highland-Soldaten haben ihre Schlachte traditioneller Weise mit Dudelsackklängen begleitet. Daher kommt es auch dass Militärregimenter als Militärbands Pipes and Drums haben. Der Dudelsack besteht aus einem Ledersack, der unter dem Arm gehalten wird und 4 Pfeifen. Mit dem Chanter, einer Art Flöte wird die Melodie gespielt. Die anderen drei Pfeifen, die Drones, spielen die Begleitung. Der Ledersack wird durch das Blasen in ein Mundstück aufgepumpt. Durch das Drücken des Unterarms gegen den Ledersack wird die Luft durch die Pfeifen rausgedrückt. (The National Piping Centre, Glasgow)

Ceilidh

Ein Ceilidh ist eigentlich gälisch für Besuch und bedeutet inzwischen eine Tanzveranstaltung mit Live-Musik, schottischen Tänzen und Geschichten erzählen. Es gibt viele verschiedene Tänze, die aber auch ein Besucher schnell erlernen kann. Man sollte sich einen Ceilidh auf keinen Fall entgehen lassen.