Regionen Schottlands

Schottlandkarte mit Regionen

Südschottland mit Arran

Neben der Isle of Arran ganz im Westen gehören die Gebiete Ayrshire North (136.000 EW), East (120.000 EW) und South (112.000 EW)), Dumfries & Galloway (150.000 EW) sowie die Scottish Borders (110.000 EW) zum Landesteil Südschottland.

Das administrative Zentrum der Borders befindet sich in Newtown St.Boswells, weitere größere Ortschaften sind Duns (ehemalige County Town von Berwickshire), Jedburgh, Hawick, Galashiels, Kelso und Selkirk. Während der River Tweed im Osten den natürlichen Grenzverlauf zum Norden Englands hin bildet und sein weites Tal das Landschaftsbild prägt, findet sich die Grenze in westlicher Richtung in der sanften Hügellandschaft der Cheviot Hills. An der Mündung des Leader Waters in den Tweed liegt Dryburgh mit der gleichnamigen Abteiruine und dort befindet sich die erste Statue zu Ehren Bravehearts. Das dortige Wallace Monument wurde 1814 eingeweiht. In der Nähe liegt Scott´s View, ein markanter Aussichtspunkt über Flüsse und Täler auf die Moorfoot Hills und die Gipfel von Minchmuir und Dun Rig.

Bekanntester Ort von Dumfries und Galloway ist zweifelsohne das durch seine unkonventionelle Schmiede populär gewordene Dörfchen Gretna Green. Unmengen von Touristen schieben sich heute durch die einstmals verschwiegene Werkstatt, um neugierig einen Blick auf vermeintlich Heiratswillige zu werfen. Logischerweise haben sich auch die unvermeidlichen, klischeebeladenen Souvenirshops angesiedelt. Von der einstigen Romantik bleibt nur die Erinnerung und manch tränenreiche Geschichte. Traurige Bekanntheit erlangte das Dörfchen Lockerbie, das von den Trümmern eines von Terroristen zum Absturz gebrachten Jumbo-Jets in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dann gibt es noch das unaussprechliche und bei Künstlern beliebte Kirkcudbright, der Fährhafen Stranraer mit Verbindungen nach Nordirland, die Literatur-‚Hochburg‘ Wigtown und natürlich die Provinzhauptstadt Dumfries. Land- und Forstwirtschaft beherrschen die eher flache Landschaft, die ganz im Westen mit der länglichen Halbinsel Rhinns of Galloway an die Irische See angrenzt.

Nord, Süd und Ost Ayrshire bildeten früher den Landesteil Firth of Clyde. Der landwirtschaftlich geprägte Osten profitiert von der Popularität des schottischen Nationaldichters Robert Burns, der einige Jahre in Mauchline lebte und arbeitete und dessen Haus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Wichtigste Stadt und administratives Zentrum ist Kilmarnock. Das Geburtshaus von Burns liegt in Alloway, 4 km südlich von Ayr, dem Zentrum von South Ayrshire. Es ist heute Museum zum Leben und Werk des großen Poeten. Durch zunehmenden Betrieb auf dem Flughafen Prestwick, der nach dem 2.Weltkrieg erste und letzte Station zum Auftanken für die frühen Transatlantikflugzeuge war, sich später aber als zu klein erwies und heute eine Renaissance aufgrund des expandierenden LowCost Marktes erlebt, gibt es zahlreiche industrielle Neuansiedlungen mit schwerpunktmäßiger Orientierung auf Luft- und Raumfahrt. Unter Golfspielern hat Turnberry einen besonders guten Namen. Fischerei und Tourismus bilden die Haupterwerbsquellen von North Ayrshire mit der Provinzhauptstadt Irvine. Dazu gehört ebenfalls die Insel Arran, die gerne als Schottland en miniature bezeichnet wird, da sie alle charakteristischen Elemente schottischer Landschaften auf sich vereint. Wichtigster Ort der größten Insel im Firth of Clyde ist Brodick mit seinem eindrucksvollen Castle.

Strathclyde mit Glasgow

Das ehemalige britische Königreich Strathclyde (von großem Ansehen zwischen dem 5. und 10.Jahrhundert) setzt sich aus den einzelnen Regionen Lanarkshire (635.000 EW), Renfrewshire (350.000 EW) und Inverclyde (83.000 EW) zusammen sowie dem Stadtgebiet von Glasgow (590.000 EW). Damit findet man hier auch die größte Bevölkerungsdichte Schottlands.
Lanarkshire bildet den zentralen Bereich des südlichen Schottland. Die Region gilt als industrielle Wiege des Landes, wovon das World Heritage Village New Lanark an den Ufern des Clyde ein eindrucksvolles Zeugnis abgibt. Zwei Glocken gelten als Besonderheit im Land: die eine hängt in der Dorfkirche von Steeple und ist mit 800 Jahren die Älteste im Vereinigten Königreich, die andere ist aus reinem Silber, hergestellt 1590, und war seither bis weit ins 20.Jahrhundert der Wanderpokal des jährlichen Pferderennens der damaligen Provinzhauptstadt Lanark.

Die Region Renfrewshire befindet sich im Einzugsgebiet der Metropole Glasgow und ist demzufolge eher industriell geprägt und dem Einfluss der Großstadt ausgesetzt. Neben dem Glasgower Flughafen hatte der Schiffsbau bis in die 70er Jahre wesentliche Bedeutung für die Wirtschaftskraft. Doch die Werften verschwanden allmählich, schafften nach einer scheinbar unerträglich langen Phase des Brachliegens Platz und Freiraum für moderne Dienstleistungsindustrien und Siedlungsflächen. So befinden sich die eher verrufenen Städte Paisley und Port Glasgow derzeit in einem permanenten Umbruch.

Cloch LighthouseGlasgow Green, Peoples PalaceRoyal Exchange SquareRoyal Exchange Square

Port Glasgow gehört bereits zum County Inverclyde, das landschaftlich durch den weitläufigen Mündungsverlauf des Rivers Clyde charakterisiert wird. Während Greenock ebenfalls von Werften dominiert wurde, hier erhielt 1967 das legendäre Kreuzfahrtschiff QE2 die Innenausstattung (gebaut wurde es in Clydebank weiter flussaufwärts) und hier legen die Kreuzfahrer auch heute noch an, nun nach neuen ökonomischen Perspektiven sucht, galt der Badeort Gourock schon seit jeher als wichtigstes Ausflugsziel der etwas betuchteren Bürgerschaft Glasgows, die “doon the watter“ ging. Von hier aus schweift der sehnsuchtsvolle Blick über den Clyde hinüber in die ersten, bergigen Ausläufer des Hochlandes, von hier aus machte man Ende des 19.Jahrhunderts Tagesausflüge mit urigen Dampfern, den legendären Clyde Steamern, ans andere Ufer des Flusses. Hilfreich dafür war die Einrichtung des Bahnhofes am Pier 1890, der außerdem möglicherweise dafür verantwortlich war, dass die Fährreederei Caledonian MacBrayne ihren Stammsitz dort ansiedelte.

Die Stadt Glasgow ist die Größte des Landes und lebt in einer permanenten Dauerfehde mit der Hauptstadt Edinburgh. Glasgow gilt aus historischer Sicht als Arbeiterstadt, mutiert jedoch mittlerweile zu einem angesehenen, modernen Zentrum für Kunst, Kultur und Business. Dabei werden die Ursprünge nicht vergessen, sondern gehegt und gepflegt.

Lothian mit Edinburgh

Flächenmäßig setzt sich Lothian, die kleinste Region aus den Teilbereichen East (98.000 EW), West (164.000 EW) und Midlothian (80.000 EW) zusammen. Hinzu kommt die Hauptstadt und der Regierungssitz Edinburgh (465.000 EW).

Östlich von Edinburgh gelegen erstreckt sich East Lothian, das frühere Haddingtonshire, entlang der Südküste des Firth of Forth bis hinauf nach North Berwick und dann hinunter nach Dunbar, mit seinen sandigen Nordseestränden an Belhaven Bay und Tyne Mouth. Haddington ist Hauptort des Landesteils. Die Landwirtschaft stellt nach wie vor ein ökonomisches Standbein dar, während sowohl die Fischerei als auch der Kohlebergbau und die Papierverarbeitung beinahe gänzlich verschwunden sind. Dennoch schöpft die Region Vorteile aus der Hauptstadtnähe, da hier viele Pendler leben und wohnen. Am Wochenende locken dann zahlreiche Golfplätze in dieser Region.

Aus Edinburghshire, zu dem auch bis 1929 die Hauptstadt gehörte, wurde später Midlothian. Das administrative Zentrum liegt in Dalkeith, 10km südöstlich von Edinburgh. Einer ehemaligen Bergbaustadt, deren Industrie sich zwischenzeitlich mehr dem Dienstleistungssektor widmet.
Die Schieferöl-Produktion in West Lothian ist Geschichte seit der Schließung der letzten Fabrik in Pumpherston 1964. Das Öl fand als Brennstoff während des 19.Jahrhunderts vielfache Verwendung und sorgte lange für Wohlstand und Reichtum in der Region, leider allerdings auch für erhebliche Luftverschmutzung. Livingston ist das regionale Zentrum, daneben gibt es größere Ansiedlungen in Bathgate und Linlithgow.

Holyrood HouseNorth BridgeHigh StreetBank of Scotland

Edinburgh, das ‚Athen des Nordens‘, stellt schon seit Jahrhunderten die Hauptstadt und das Regierungszentrum des Landes und beherbergt somit konsequenterweise auch das Schottische Parlament in seinen modernen, architektonisch provokanten Räumlichkeiten gerade gegenüber Holyrood Palace, dem altehrwürdigen Sitz des britischen Königshauses. Die Skyline der Stadt wird dominiert von Arthur´s Seat, dem markanten Hügel vulkanischen Ursprungs, sowie Edinburgh Castle am Ausgangspunkt der Royal Mile. In der Ferne ragen die mächtigen Silhuetten der Brücken über den Firth of Forth in die Höhe, während am Hafen von Leith, dem Seehafen Edinburghs, die königliche Yacht Britannia geduldig und ergeben ihre musealen Pflichten erfüllt.

Loch Lomond

Zu der 2011 gegründeten Organisation “Love Loch Lomond“ gehören derzeit mehr als 140 Mitglieder aus Wirtschaft und Tourismus, die mit der Urlaubsregion rund um den See Loch Lomond und das Gebiet um den River Clyde eng verbunden sind und sich deren Vermarktung auf die Fahnen geschrieben haben. Der Name ist Programm und so findet man auf der Webseite viele wertvolle Informationen zu Schottlands beliebtestem Ziel für Urlaubsreisen und Tagesausflüge mit seinem erstklassigen und facettenreichem Angebot: Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel, professionelle Konferenzmöglichkeiten, umfangreiche Wassersportangebote, unterschiedlichste Outdoor-Programme für Aktive, romantische Schiffstouren und ausgearbeitete Wanderrouten. Heiratswillige bekommen hier Vorschläge und wichtige Hinweise für die Traumhochzeit in dieser idyllischen Umgebung, aber auch Adressen von lokalen Kunsthandwerkern und Bioprodukten werden vorgestellt.

Cameron HouseDeerfox Glove CottagePedaloCameron House Jetty

Damit auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz kommen, gibt die Seite allerhand kulinarische Tipps und Empfehlungen für den kleinen Imbiss zwischendurch oder ein ausgedehntes Dinner in stilvollem Ambiente. Wenn es etwas ganz Besonderes sein soll, kommt vielleicht ein Flug mit dem Wasserflugzeug in Frage oder der Gast wählt aus einem der vielen Spa- und Wellness-Angebote sein persönliches Luxusarrangement. Zum Abschluss empfiehlt sich ein genussvolles Abendessen in einem hochkarätigen Sterne-Restaurant an und die Übernachtung in einem feudalen 5-Sterne-Hotel.

Es gibt Angebote für Jedermann und für jedes Budget, für Gruppen und Individualisten, Familien, Paare, junge Leute, Geschäftsreisende sowie Hochzeitspaare, die sich an den wunderschönen Ufern des Loch Lomond das Ja-Wort geben möchten. Was der Gast auch wünscht – Love Loch Lomond hat es!

West Highlands and Islands

Die West Highlands bestehen aus den Provinzen Falkirk (34.000 EW), Stirling (88.000 EW), Dunbartonshire (200.000 EW) sowie Argyll & Bute (92.000 EW) mit der dazugehörigen Inselwelt zwischen Islay im Süden und Coll und Tiree im Norden bzw. Nordwesten.

Bekannt ist das County Falkirk in allererster Linie wegen seines spektakulären, weltweit einzigartigen Schiffshebewerkes Falkirk Wheel, das als Verbindung der Wasserwege zwischen Edinburgh und Glasgow im Jahr 2002 eingeweiht wurde und eindrucksvoll den Wandel in der zeitgenössischen Industriearchitektur symbolisiert. Das Städtchen gleichen Namens bildet das administrative Zentrum und blickt auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurück, die bei den Römern beginnt. Dort, wo ehedem der wichtigste Viehmarkt Schottlands stattfand, auf welchem im 18.Jahrhundert Tiere aus dem Hochland gehandelt wurden, drehen heute die Golfer ihre Runden. Der Kurs indes behielt den traditionsreichen Namen Falkirk Tryst.

Vornehmlich ländlich geprägt präsentiert sich die Provinz Stirling zu Füssen des imposanten Stirling Castle, das auf vulkanischem Felsen errichtet wurde und in dem Mary Queen of Scots als Kind 1543 gekrönt wurde. Der gleichnamige Hauptort der Region hat schon von alters her eine Schlüsselrolle im Land gespielt, da hier die einzige passable Überquerung des Forth Rivers über eine Brücke möglich war. Diese bildete quasi die Nahtstelle zwischen Lowlands und Highlands. Neben vielfältiger mittelalterlicher Bausubstanz besitzt die Stadt auch einige gut erhaltene viktorianische Viertel. Kleinere Städte der Region sind Bridge of Allan und Dunblane.
Dunbartonshire teilt sich auf in East und West und liegt nördlich, somit aber auch im direkten Einzugsbereich der Großstadt Glasgow. Hauptort von East Dunbartonshire ist Kirkintilloch, von West Dunbartonshire ist es Dumbarton, auch Clydebank, die Heimatwerft der QE2, und Alexandria liegen hier. Sie alle sind eher städtisch und von Industrieansiedlungen längs des Ufers des Rivers Clyde geprägt.

IonaTobermoryBowmoreInveraray Castle

Als gälisches Küstenland wurde die Region Argyll (oder Argyle) einstmals bezeichnet. Die landwirtschaftlich und von Fischerei geprägte Provinz, zu der mehrere Dutzend Inseln und Eilande gehören, lebt mittlerweile hauptsächlich vom Tourismus und von den zahlreichen Whisky Destillerien. Vom Hauptort Lochgilphead aus werden die Geschicke der bezaubernden Inselwelt von Mull, Iona (mit seiner berühmten Abtei), Coll, Tiree, Islay (mit seinen unzähligen Whiskydestillerien), Colonsay und Jura gelenkt. Auch Rothesay auf der Insel Bute, die durch die schmale Meerenge der Kyles of Bute vom Festland getrennt ist, gehört dazu. In Rothesay finden sich die Ruinen einer Burg aus dem 13.Jahrhundert. Dort residierten die frühen Könige des Landes. Weitere wichtige Orte im County Argyll & Bute sind der ebenso quirlige wie wichtige Fährhafen von Oban, als verkehrstechnische Brücke zu den Inneren und Äußeren Hebriden, das 1750 auf dem Reißbrett entstandene Inveraray mit dem prächtigen Schloss oder das etwas verschlafen wirkende Dunoon mit seiner Porzellanmanufaktur.

Zentralschottland mit St.Andrews und Perth

Zu dem Gebiet von Zentralschottland, das etwa in der Landesmitte liegt, gehören die Provinzen Clackmannshire (50.000 EW), Fife (360.000), Angus (110.000 EW), Dundee City (175.000 EW) sowie Perth & Kinross (140.000 EW).

Schon seit jeher gilt Clackmannshire als die kleinste aller Provinzen. Klein, aber fein, lag hier doch früher, nämlich im Hauptort Alloa, der inzwischen zugeschüttete, mithin aber einst wichtigste Exporthafen für Kohle. Auch sind hier eine Menge Brauereien zu verzeichnen und die Glasindustrie ist von großer Bedeutung, werden in den Alloa Glass Works doch die meisten der schottischen Whiskyflaschen hergestellt.

Die Provinz Fife erstreckt sich entlang der nördlichen Küste des Firth of Forth bis hinauf zur Mündung des River Tay. Mit Abstand bekanntester Ort der Region ist das als Wiege des Golfsports geltende St.Andrews. Old und New Course von St.Andrews gehören weltweit wohl zu den begehrtesten Pilgerstätten für ambitionierte Anhänger gepflegter Golfsportkultur. Doch auch die Stadt hat einiges an Sehenswertem in ihrem historischen Kern zu bieten. Hi-Tech-Industrie vermochte um das administrative Zentrum Glenrothes herum die Probleme nach Schließung der zahlreichen Kohleminen zu mildern. Fischerei und Landwirtschaft spielen ökonomisch hinter dem Tourismus eine eher untergeordnete Rolle. Das ´Kingdom of Fife´ ist überdies die einzige Provinz, die von den schottischen Gebietsreformen in ihren angestammten Grenzen unbehelligt, sprich unverändert bleiben durfte.

Mit Angus ist nicht der sagenumwobene König der Pikten gemeint, sondern die erst 1996 neu entstandene Provinz an der schottischen Ostküste. Sie ging aus dem Angus District der Tayside Region hervor. Verwaltungssitz der flachen, vornehmlich landwirtschaftlich genutzten Landschaft, die zum Westen hin mit den Sidlaw Hills abschließt, ist Forfar. Weitere Ansiedlungen sind die Orte Arbroath, Montrose oder Kirriemuir.

Fearna, Loch TayFortingallPerth, Scone PalacePerth, Scone Palace

Die Stadt Dundee stellt ebenfalls eine eigenständige Provinz dar. Als Hafenstadt ist sie eher industriell geartet, wobei die Stadt der drei ´Js´ gewisses Renommee genießt. Das erste J steht für Jute. Textilverarbeitung gehörte zu den wichtigsten Erwerbszweigen des 18.Jahrhunderts, als Jute aus Indien im Hafen angelandet und weiterverarbeitet wurde. Das Zweite hat mit „jam“ zu tun, denn in Dundee begann schon früh die großindustrielle Produktion von Marmelade. Drittens schließlich der Journalismus. Nach wie vor werden in der Stadt allerlei Magazin und Tageszeitungen (z.B. die Sunday Post) gedruckt.

Landwirtschaft und Obstanbau beherrschen das Landschaftsbild von Perth & Kinross. Die Stadt Perth bildet das administrative Zentrum. Ihr zweiter Name ist St.John´s Toun, benannt nach der St.John´s Kirk, einem großen Kirchenbau aus dem 15.Jahrhundert, gleichzeitig ältestes Gebäude der Stadt. Just dort begann mit den Predigten des John Knox die Reformation in Schottland. Pitlochry wurde zum populären Touristenort, nachdem Königin Victoria ihr einen Besuch abstattete. Unterstützend für diesen Trend war die Einrichtung der Bahnstrecke einige Jahre später und den Bau des heutigen Atholl Palace Hotel. Kinross liegt am Westufer des Lochs Leven und verfügt noch über einige alte Gebäude aus dem 17.-19.Jahrhundert. Besonders erwähnenswert das Lochleven Castle mit seiner prächtigen Gartenanlage.

Grampian mit Aberdeen

Die Region Grampian ist der östliche Ausläufer der Highlands und umfasst die Grafschaften Moray (88.000 EW), Aberdeenshire (230.000 EW) sowie die Stadt Aberdeen (215.000 EW).
Eher dünn besiedelt besitzt die Provinz Moray einen langen Küstenstreifen am Moray Firth, der beinahe auf der gesamten Länge aus Sandstrand besteht und damit touristisch durchaus begehrenswert ist. Früher wurde Moray u.a. von Macbeth regiert, heute ist Elgin mit den imposanten Ruinen der Kathedrale der Hauptort des Counties. In Forres stand nach Shakespeare das Schloss von König Duncan. Die Fischerei spielt in Lossiemouth mittlerweile eine untergeordnete Rolle, wesentlich größere Bedeutung hat heute der große Yachthafen. Ramsay MacDonald, der erste Premierminister Großbritanniens von der Labour Party, wurde hier an der Mündung des Rivers Lossie geboren. In Moray befindet sich auch das Dallas Dhu Whisky-Museum, deutlicher Hinweis auf eines der wichtigsten Wirtschaftsgüter der Region. Wer Whisky produziert sehen und probieren will, fühlt sich im Spey Valley wie im Paradies, denn dort findet der Besucher die größte Dichte an Brennereien in ganz Schottland.

AberdeenAberdeen, Tolbooth MuseumForres, Benromach WhiskyGrantown-on-Spey
Obwohl Aberdeen das administrative Zentrum von Aberdeenshire darstellt, gehört die Stadt selbst nicht zur Provinz. Im Westen grenzt diese an die Bergwelt der Cairngorm Mountains und den Balmoral Forest, wo mit Balmoral Castle auch die königliche Sommerresidenz liegt. Nur vereinzelt sind Dörfer und Ortschaften zu finden. Größere Ansiedlungen liegen vornehmlich an der Nordseeküste, wie Peterhead oder Stonehaven. Landwirtschaft und Fischerei sind neben dem Tourismus die ökonomischen Standbeine.

Von den beiden Universitäten der Stadt Aberdeen ist die 1495 gegründete University of Aberdeen die drittälteste des Landes, so wie die “Granite City“ selbst die drittgrößte Stadt Schottlands ist. Schon im 13.Jahrhundert wichtig als bedeutender Handelshafen, erlebte Aberdeen später eine Blütezeit durch den Schiffsbau und erst jüngst erneut durch die günstige Lage zu den Erdölfeldern der Nordsee. Die Länge und Beschaffenheit der örtlichen Strände machten die Stadt im 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts zu einem beliebten Urlaubs- und Badeort.

Highlands mit Skye

Der an Fläche größte, aber am wenigsten dicht besiedelte Verwaltungsbezirk Highland (215.000 EW) ist nicht identisch mit der geografischen Einordnung der Highlands. Diese sind tatsächlich noch wesentlich größer. Im County Highland vereinen sich die alten Grafschaften von Sutherland, Ross-shire, Inverness-shire, Nairnshire, Cromartyshire und Caithness sowie der nördliche Teil von Argyll. Die Verwaltung befindet sich in Inverness, der sog. Hauptstadt der Highlands, die erst im Jahre 2000 den Status einer City erhielt.

Glencoe, AuchGlenelg BrochsNairnKincraig Cairngorns
Die Region, die vor allen Dingen wegen ihrer eindrucksvollen Landschaft, wegen ihrer Lochs und Glens und ihrer abwechslungsreichen Küste von Urlaubern aus aller Welt geliebt und geschätzt wird, wartet auf mit einer Fülle an geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten, vom Schlachtfeld Culloden bis hin zu den Sagen und Mysterien, die sich um das Ungeheuer vom Loch Ness ranken. Der vermeintlich romantische Aspekt der regionalen Abgeschiedenheit sorgte in früheren Zeiten für erhebliche Beeinträchtigungen im Leben der Bevölkerung der Highlands, das sich elementar von dem der Lowlands unterschied. Diverse Säuberungsaktionen (“clearances“) sollten die Gegend völlig entvölkern. Diese Bemühungen verliefen glücklicherweise erfolglos und so konnte beispielsweise die gälische Sprache überleben, die sich neuerdings willkommenem Zulauf erfreut.

Black MountCullodenNairnPass of Glencoe

Auf der Insel Skye lässt sich das Erlebnis der Highlands in überschaubarem Format erleben, denn hier sind fast alle spektakulären Landschaftsformationen miteinander vereint. Portree ist die Hauptstadt der nördlichsten Insel der Inneren Hebriden auf der gut ein Drittel der Bevölkerung Gälisch spricht. Seit einigen Jahren erleichtert eine Brücke die Anfahrt auf die wohl beliebteste schottische Insel.

Loch Ness

Loch Ness liegt im Herzen der schottischen Highlands – der Region mit den rauen Gebirgsformationen, den tosenden Wasserfällen sowie unzähligen historischen und sagenumwobenen Bauwerken. Und besonders spektakulär: ein See mit Monster!
Aber Loch Ness ist selbstverständlich mehr als das!

Es ist eine wunderschöne, natürliche, aber auch wilde Landschaft mit einer ansehnlichen Infrastruktur. Gut ausgebaute Straßen wechseln sich ab mit kleinen, ruhigen Wegen, und Berg- und Wanderpfade führen meilenweit durch die einzigartige Natur. Die Region ist bekannt für ihre Whisky-Destillerien und altehrwürdige Burgen reihen sich an imposante Schlösser und unzählige Sehenswürdigkeiten, die für jeden Geschmack etwas Interessantes bereithalten. Und auch Schiffstouren auf dem See der Mythen und Legenden werden angeboten und bieten ein atemberaubendes Panorama. Entdecken Sie die vielen Vorzüge von Loch Ness mit seiner Nähe zu Inverness, der Hauptstadt der Highlands. Die hervorragenden Verkehrsanbindungen ermöglichen eine schnelle Fluganreise aus dem Ausland und von Edinburgh sind es nur wenige Stunden mit Mietwagen oder Bahn.

Äussere Hebriden

Die Äusseren Hebriden, auch bekannt als Western Isles (26.500 EW), bestehen aus über 200 bewohnten und unbewohnten Inseln, von denen Barra, Lewis, Harris, South und North Uist sowie Benbecula die Größten sind. Sie erstrecken sich in Nord-Süd-Richtung auf knapp 210 Kilometern vom Butt of Lewis bis hinunter zum Barra Head. Stornoway auf Lewis bildet als größte Ansiedlung das Verwaltungszentrum der Region. Fähr- und Flughäfen sorgen für die Verbindungen zum Festland. Zunehmend der Tourismus und, abnehmend, die Fischerei sind wirtschaftliche Grundpfeiler, während exklusive Harris Tweed Stoffe für weltweite Furore sorgen. Spektakuläre Landschaftseindrücke machen den Besuch der Hebriden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Schroffe Felsformationen wechseln sich ab mit lieblichen Weideflächen, auf denen blökende, schwarzgesichtige Schafe um Aufmerksamkeit buhlen, und karibisch anmutenden, feinsandigen Stränden mit türkisblauem Wasser.

Orkney

Einstmals zum norwegischen Königreich gehörend liegt die 67 Eilande umfassende Inselgruppe der Orkneys (20.000 EW) knapp 20 km von der Nordostecke Schottlands entfernt, getrennt durch den Pentland Firth. Erst seit 1469 gehören die Inseln zu Schottland. Zahllose Ruinen und prähistorische Funde sind stumme Zeugen einer wechselvollen Geschichte.

Albert StreetBroad StreetHafenSt. Magnus Cathedral

In der Hauptstadt Kirkwall, alljährlich Schauplatz des skurrilen wie ungewöhnlichen Ba´Games, liegt der größte Flughafen, kleinere Flugfelder gibt es auf fast allen bewohnten Inseln des Archipels, dazu zahllose Fährverbindungen. Als weiterer Hafenort von Bedeutung gilt Stromness im Westen der Hauptinsel Mainland, die diesen mit dem Norden des schottischen Festlands verbindet. Im Stadtbild sind noch viele skandinavische Einflüsse erkennbar. Als Hauptsehenswürdigkeit auf Orkney gilt das steinzeitliche Dorf Skara Brae.

Shetland

Noch einmal 96 Kilometer weiter nordwärts liegt das gut 100 Inseln umfassende Archipel der Shetlands (22.000 EW). Im Hafen der Hauptstadt Lerwick legen die Fähren aus Aberdeen an, während der Flughafen von Sumburgh am Südende des Mainlands für die luftigen Verbindungen zuständig ist.

Bigton, St. Ninians BayScalloway, West VoeLoch of TingwallWest Burra, Bridge End, Grunasound

Viele Ortsnamen klingen skandinavisch. Auch Shetland wurde erst 1469 schottisch. Ruinen eisenzeitlicher Siedlungen, wie der Jarlshof und Mousa, zeigen die schon sehr frühe Anwesenheit von Menschen auf, weit draußen in der Nordsee, wo das Up-Helly-Aa Fest jedes Jahr an die Wikingerzeit erinnert. Die Ökonomie basiert vornehmlich auf der Fischerei und der Ölindustrie. Weithin bekannt ist Shetland wegen seiner Ponies. Die widerstandsfähigen, kleinen Pferde mit dem struppigem Fell wurden früher gern als Arbeitstiere im Kohlebergbau genutzt und sind heute umso beliebtere Reittiere für Kinder.

Fotos: Copyright Udo Haafke, die-fotos.de